Traumsaisonabschluss

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Am letzten Sonntag konnte ich mich anlässlich des Zürcher Silvesterlaufes noch einmal ganz gut in die Szene setzen: In einem zu Beginn hektischen Verfolgungsrennen über 5,3 Kilometer, mit Ausschluss der jeweils hintersten Läuferinnen am Schluss zweier Laufrunden (immer nach ca. 630m), konnte ich mich nochmals als 1. Schweizerin (wie auch an der Escalade in Genf letzte Woche) durchsetzen und den 2. Gesamtrang hinter der afrikanischen Spitzenläuferin erreichen. Dies als Langstreckenläuferin in einem gut besetzten Feld voller Mittelstreckenläuferinnen.

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Mit diesem letzten Saisonrennen geht für mich eine Traumsaison zu Ende. Es ist meine beste Saison je. Es gab viele Höhepunkte, doch die Highlights bildeten sicher der 15. Rang im Halbmarathon an der Leichtathletik-EM in Amsterdam (beste Schweizerin) und der glanzvolle Sieg am Jungfrau-Marathon in Bestzeit. Doch das wertvollste Resultat meiner ganzen Karriere erreichte ich dieses Jahr beim Frankfurt Marathon. Dort habe ich mit einer Zeit von 2 Stunden 30 Minuten und 58 Sekunden eine neue Dimension im Marathon erreicht und lief die viertbeste Leistung einer Schweizerin aller Zeiten. Zudem verbesserte ich meine persönliche Bestzeit um 6 Minuten und unterbot die WM-Limite für London 2017 um 4 Minuten.
Diese tollen Resultate blieben auch dem „Donnschig-Klub“ in Langenthal nicht verborgen: Am Donnerstag vergangener Woche wurde ich dafür mit dem 1. Rang des Oberaargauer Sportpreises geehrt. Hier der Link zum Artikel im Langenthaler Tagblatt http://www.langenthalertagblatt.ch/sport/weitere/Oberaargauer-Sportpreis-2016/story/26288536

Dieses Jahr habe ich einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Natürlich hat das auch seine Gründe. Ich arbeite seit 3 Jahren mit meinem Trainer Fritz Häni zusammen. Ich spreche von einer perfekten Zusammenarbeit. Eine perfekte Zusammenarbeit basiert auf viel Vertrauen, Verständnis, Einfühlungsvermögen, Geduld, Erfahrung und noch vieles mehr. Natürlich mussten wir uns zu Beginn auch etwas finden und Fritz musste schauen wie ich funktioniere. Ich weiss, dass ich nicht immer einfach bin, doch mich hat Fritz nun meistens ganz gut im Griff☺ (mit ein paar Ausnahmen☺). In diesem Jahr haben wir sehr vieles optimiert und wir arbeiten viel professioneller als früher. Ich habe eingesehen, dass weniger einfach mehr ist. Ich trainiere halb so viel und erhole mich aber doppelt so gut. Fritz hat mir auch gezeigt, dass nicht nur der Sport zählt, sondern auch noch andere Dinge stimmen müssen. Dazu gehören zum Beispiel mein Freundeskreis, mein Beruf und einfach Dinge die nicht immer den Sport betreffen. Heute gehe ich viel lockerer durch das Leben und auch das Training gehe ich mit einer viel grösseren Freude an. Es macht einfach richtig Spass. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Fritz für alles bedanken. Unsere Zusammenarbeit ist einfach genial und wir haben noch grosse Ziele vor uns. Auch meine Eltern haben dieses Jahr einmal mehr ganz Grosses geleistet. Sie unterstützen mich, wo sie nur können und sie sind meine grössten Fans. Merci vielmals☺
Ein grosses Dankeschön geht auch an alle meine Sponsoren, an meinen Sportarzt, meinen Masseur/Physio, an meinen Arbeitgeber, meine Arbeitskollegen, an meine Fans vom Fanclub, sonstige Fans und an alle die ich jetzt vergessen habe.

1. Schweizerin und Gesamtdritte beim Basler Stadtlauf

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4 Wochen nach dem Frankfurt Marathon läufts schon wieder schnell. Gestern in Basel musste ich aber auf die Zähne beissen und das lockerleichte Laufgefühl war noch nicht vorhanden. Dies soll sich jetzt aber von Woche zu Woche verbessern. Trotzdem bin ich absolut zufrieden mit meinem 1. Schweizerrang und dem 3. Gesamtrang hinter der afrikanischen Vorjahressiegerin Helene Tola Bekele und der Tschechin Sekanova. Zudem war ich 4 Sekunden schneller als im Vorjahr😉.

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2:30:58!!!!! WM Limite um 4min unterboten und deutliche persönliche Bestzeit-Frankfurt Marathon

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2:30.58!!! Eine Zeit von der ich bis jetzt nur geträumt habe. Doch der Traum ist am letzten Sonntag in Frankfurt wahr geworden. In einem Weltklassenfeld erreiche ich nach 2 Stunden 30 Minuten und 58 Sekunden als zweite Europäerin und Gesamtfünfte die Ziellinie beim Frankfurt Marathon. Damit habe ich meine Bestzeit um genau 6 Minuten verbessert und die Limite für die Leichtathletikweltmeisterschaften in London (2017) um 4 Minuten unterboten. Dies ist die viertbeste Leistung einer Schweizerin aller Zeiten (hinter Maja Neuenschwander, Franziska Rochat-Moser und Chantal Dällenbach).
Noch vor einem Jahr hätte ich mir eine Zeit unter 2:33 (Olympia-Limite) nicht zugetraut. Doch dieses Mal war ich überzeugt eine Zeit zwischen 2:32 und 2:35 unter optimalen Bedingungen laufen zu können.
Die Bedingungen in Frankfurt waren absolut top. Das Wetter stimmte und es hatte einige gute Pacegruppen am Start, an denen ich mich orientieren konnte. Die 42,19 Kilometer konnte ich sehr regelmässig und ohne Krise durchlaufen. Einzig auf den letzten 5 Kilometer wurde ich ganz wenig langsamer, da die beiden Tempomacher das Tempo an Mona Stockhecke angepasst haben und etwas langsamer wurden. Also zog ich alleine davon und dem Ziel entgegen.
Im Ziel war ich absolut überwältigt, dankbar und glücklich zugleich. Erst jetzt wird mir langsam bewusst was ich in bester Zusammenarbeit mit meinem Trainer Fritz Häni erreicht habe.
Wir beide können auf eine absolut erfolgreiche und tolle Saison zurückblicken. In diesem Jahr haben wir vieles optimiert und mein Training ganz spezifisch auf mich angepasst. Durch Fritz habe ich beispielsweise gelernt, dass weniger einfach mehr ist. Ich trainiere insgesamt fast halb so viel wie früher, erhole mich aber besser. Ich laufe aber doch mehr und regelmässiger als früher, lasse aber viele alternativen Einheiten weg. Ich könnte jetzt noch viele solche Dinge aufzählen…. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Fritz ganz herzlich bedanken für die geniale Zusammenarbeit und beste Betreuung. Auch in Frankfurt wurde ich wie immer erstklassig betreut, so dass ich meine volle Leistung abrufen konnte.
Auch meinen Eltern möchte ich ein grosses Dankeschön widmen. Sie unterstützen mich wo sie auch nur können. Mein Vater erledigt zum Beispiel viele meiner administrativen Angelegenheiten und ist der Hoffotograf.
Im Hintergrund gibt es aber noch ganz viele andere die wirken und mich unterstützen. All denen möchte ich ein allgemeines ganz herzliches Dankeschön ausrichten. Ich schätze eure Unterstützung sehr und hoffe, dass ich weiterhin auf euch zählen darf.


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