WM-Limite in Berlin bestätigt: Berlin Halbmarathon

IMG_0426

IMG_0561

Die letzte Woche war eine schwierige Woche, körperlich und mental. Nach meiner Aufgabe bei der 10 Kilometer Schweizermeisterschaft in Oensingen wegen Atemproblemen war ich total verunsichert und das Selbstvertrauen war weg. Der zweite Dämpfer kam Mitte Woche. Ich bekam die Diagnose „Mittelgradiges Leistungsasthma“. Da ich in der letzten Zeit bei hohen Belastungen Mühe mit der Atmung hatte und am Sonntag auch noch wegen Atemnot das Rennen aufgeben musste, wurde meine Lunge genauer untersucht. Zwei spezifische Tests, einer bei meinem Sportarzt Adrian Burki und der andere beim Verbandsarzt Geri Glénin in Bern, ergaben diese ganz eindeutige Diagnose. Nach dem zweiten Test in Bern war ich geschockt, der fiel nämlich recht krass aus. Von beiden Ärzten bekam ich aber grünes Licht für den Halbmarathon in Berlin. Eine Therapie ist aber dringend notwendig.
Ich selber war ganz verunsichert, versuchte aber alle negativen Gedanken zu verdrängen und nur noch positiv zu denken. Mein Trainer Fritz hat mich dabei enorm unterstützt, ermuntert und wir gingen schlussendlich voll motiviert nach Berlin.

Am Freitag hat die „Mission Berlin Halbmarathon“ begonnen. Gegen Abend sind Fritz und ich nach Berlin gekommen und im Hotel Intercontinental freundlich empfangen worden.
Am Samstag machte ich am Morgen noch ein kurzes lockeres Training. Den Rest des Tages verbrachte ich mit meinem Trainer. Relaxen, Shoppen, Essen, Reden, Lachen und die Sonne geniessen waren angesagt. Einfach alles was mich vom Rennen ablenkte. Fritz hatte das einfach super im Griff und konnte mich ruhig halten.

IMG_0336

IMG_0339

IMG_0400

IMG_0403
Am Abend gingen wir zum Technical Meeting, besprachen noch meine Rennstrategie und trafen die letzten Vorbereitungen für das Rennen. Nach dem Abendessen ging es dann ins Bett.

Am Sonntag morgen frühstückten wir um 07.00 Uhr und schon bald um 8.30 Uhr brachte uns dann der Car zum Startplatz (). Der Start des Halbmarathons war auf 10.05 angesagt. Am Start waren über 34000 Läufer und Läuferinnen und das Elitenfeld der Frauen war top besetzt. Ich traf auf einige Läuferinnen aus Afrika und auch die zur Zeit stärksten deutschen Langstreckenläuferinnen waren vor Ort. Darunter auch Sabrina Mockenhaupt,Katharina Heinig und Mona Stockhenke.
IMG_0561

IMG_0562
Fritz begleitete mich beim Einlaufen, ich war nervös und hatte Respekt. Pünktlich erfolgte der Startschuss kurz nach 10 Uhr. Wie vorgenommen folgte ich der Gruppe von Sabrina Mockenhaupt und ihren Tempomachern, die eine Zeit um die 71-72 Minuten angingen. Ich fühlte mich super und die Atmung war okey. Die ersten 10 Kilometer passierten wir bei 33 Minuten und 48 Sekunden. Woow das ist schön schnell! Immer wieder hörte ich Sabrina sagen, dass die Tempomacher etwas ruhiger laufen sollten. Irgendwie ging es mir aber einen Tick zu langsam und ich löste mich bei Kilometer 11 von der Gruppe. Von da an war ich praktisch alles alleine unterwegs. Der Wind war teilweise recht stark. Das Tempo konnte ich aber halten, ich lief das ganze Rennen sehr regelmässig bei einem durchschnittlichen Kilometerschnitt von 3.24. Die letzten 7 Kilometer waren hart, ja sehr hart und ich musste richtig beissen. Jetzt war meine mentale Stärke gefragt. Im Wissen, dass die stärksten drei deutschen Langstreckenläuferinnen (Sabrina, Katharina und Mona) hinter mir waren, dass ich erste weisse Läuferin in einem Weltklassenfeld war und zeitlich absolut gut unterwegs war, konnte ich mich super motivieren. 800 Meter vor dem Ziel lief ich noch auf eine kenianische Top-Läuferin auf und wir lieferten uns einen harten Schlusssprint, den ich um nur eine Sekunde verloren habe. Das war mir aber egal. Bei einer Zeit von 1:11:59 überquerte ich überglücklich die Ziellinie als Gesamtsiebte hinter 6 Läuferinnen, alle kenianischer Herkunft und vor fast 34000 anderen Läufer und Läuferinnen, darunter auch die drei deutschen Top-Mädels. Die WM Limite für London habe ich mit dieser Zeit mehr als bestätigt (über 3 Min war ich schneller). Zudem lag ich nur 9 Sekunden über meiner persönlichen Bestzeit und dies bei viel Gegenwind.
IMG_0418

IMG_0422
Überglücklich und erleichtert umarmte ich im Ziel meinen Trainer Fritz. Wir haben genau das erreicht was wir wollten und wir freuen uns jetzt riesig auf die WM in London. Merci Fritz für alles!
Den Erfolg haben wir übrigens bei der Afterraceparty bis spät in die Nacht gefeiert👯🍾😅

2AFCD69A-A490-47BE-AB6D-DE0A6AA1B080

58B74A88-AED1-43CE-9186-1A36A4575C66

Den Montag haben wir noch in Berlin verbracht. Ein lockeres Sightseeing-Auslaufen, Brunchen, Relaxen und Shoppen waren nochmals angesagt. Gegen Abend ging es dann leider schon wieder zurück in die Schweiz.
Ein grosses Dankeschön gilt neben meinem Trainer auch den Organisatoren des Berlin Halbmarathons und meinem Vater für die Organisation.
Es war einfach ein unvergesslich schönes Berlin Wochenende.

IMG_0436

DED26E23-12DF-42D1-BD80-03947DF3BC8B

73294A0D-0C90-447D-B0A9-7394726A091C

IMG_0569

IMG_5686

IMG_0508

IMG_0518

C6011DBA-F445-45BC-84B7-D6ABCCA374CA

IMG_0558

D2D615CE-6B7C-4842-8DB6-43E67583A5D4

SM 10km in Oensingen: Aufgabe wegen Atemnot!

Nach 1,5 Kilometer stand ich heute wie ein kleines Häufchen Elend weinend am Strassenrand.
Ich brach das Rennen vorzeitig als führende Frau wegen meiner Erkältung (evt. Pollenallegie) und starker Atemnot ab.
Noch nie in meiner Karriere musste ich einen Strassenlauf aufgeben. Heute das erste Mal.
Der Entscheid schmerzte sehr und auch jetzt bin ich noch traurig. Es war ein Heimrennen und es hatte viele Fans am Strassenrand. Merci vielmals!
Aber es war der einzige richtige Entscheid. Ich habe aufgegeben, um weiterzukommen. In einer Woche steht ein erster kleiner Höhepunkt auf dem Programm: Berlin Halbmarathon in einem erstklassigen Startfeld.
Hierfür wollte ich heute kein gesundheitliches Risiko eingehen. Ich muss jetzt zu mir schauen und mich bis zum Halbmarathon gesund pflegen. Ich werde alles dafür tun!
Heute darf ich jetzt noch traurig sein, morgen stehe ich ganz langsam wieder auf und am Sonntag darf ich hoffentlich wieder für mich das Krönchen richten:-)

Saisonstart am Bremgarten Reusslauf (11km)

image

Zum Saisonauftackt laufe ich am Samstag den Bremgarten Reusslauf über 11km. Für mich ist es eine Standortbestimmung. Das Rennen läuft für mich noch nicht nach Wunsch. Das gute Laufgefühl habe ich noch nicht. Mit einem 3.23 Schnitt und einer Zeit von 37.34 (11km) erreiche ich als Gesamtzweite hinter Schweizerrekordhalterin (10km) Fabienne Schlumpf und vor der Olymiamarathonteilnehmerin Rio 2016) Kristztina Papp aus Ungarn das Ziel. Die Zeit ist zwar ganz flott, jedoch langsamer als im letzten Jahr. Ist es die Tagesform, der recht starke Wind oder der strenge Wintertrainingsblock? Das wissen wir nicht genau. Aber kein Grund zur Panik. Ich bin auf dem richtigen Weg und mein Saisonhöhenpunkt ist erst im August. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meinen Trainer Fritz der mich wie immer bestens betreut hat und den ganzen Tag überall geduldig auf mich warten musste🙈
Ein ganz grosses Dankeschön geht auch an meinen Ausrüster ASICS. Anlässlich des Laufes haben wir das ASICS FrontRunner Kick-off Meeting. Einmal mehr einfach genial organisiert. Ich bin stolz ein ASICS Frontrunner zu sein👍
Ebenfalls ein grosses Dankeschön der ganzen Organisation des Laufes und merci für den schönen Galaabend💃

image

image

image

image

Trainingslager Fuerteventura (4.-11. Februar)

image

Eine Woche Sonne, warme Temperaturen, Sand, Strand, Meer, wunderschöne Landschaften, ein super Dreierteam, ein geniales Sporthotel mit allem was ein Sportlerherz begehrt. Mein Trainer Fritz, seine Frau Charlotte und ich verbringen so eine supertolle Woche auf Fuerteventura. Auf der Insel kann ich von optimalen Laufbedingungen profitieren. Ich trainiere jeweils 2x am Tag zu Fuss. Am Morgen meistens eine qualitative flache Einheit und am Nachmittag ein abwechslungsreicher Dauerlauf mit Fritz (up/down/Sand, Teer, Naturwege etc.). In dieser Woche kommen einige Kilometer zusammen, fast doppelt so viele wie normal und dies ganz ohne Probleme. Ich kann mich zwischen den Laufeinheiten sehr gut erholen. Wir liegen viel an unserem Privatpool, in den Sanddünen oder relaxen eifach am Meer oder im SPA. Es war einfach eine geniale Woche mit Charlotte und Fritz. Fritz hat mich unterstützt und betreut wo immer er konnte…einfach der beste Trainer der Welt:-) Vielen herzlichen Dank.
Nun bin ich schon wieder eine Woche zu Hause. Ich habe diese Woche den Laufumfang wieder reduziert.
Ich habe 5 Tage nur locker trainiert. Das Trainingslager war körperlich anstrengend und mein Körper musste sich etwas erholen. Jetzt geht es noch zwei Wochen bis zu meinem Saisonstart. Der Bremgarten Reusslauf wird eine Standortbestimmung sein. Im März folgt dann die Strassenschweizermeiszerschaft über 10km in Oensingen. Nur eine Woche später am 2. April laufe ich den Halbmarathon in Berlin. Dort werde ich auf starke internationale Konkkurenz treffen. Schlisslich folgt dann noch als letzter längerer Wettkampf vor der Leichtathletik WM in London der GP von Bern. Ich freue mich auf die neue Saison mit dem WM-Marathon in London.

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image