29. August 2010
Als Hauptprobe für die Berglauf-WM in Slowenien startete ich heute Morgen beim 20. Weissensteinlauf. Bei kühlem, aber sonnigem Wetter ging es um 10 Uhr 10 bei der Kanti Solothurn los. Via Einsiedelei, Rüttenen, Oberdorf erreichten wir die normale Bergstrasse zum Zwischenziel Nesselboden. Von dort gings über die Röti zum eigentlichen Ziel, dem Kurhaus Weissenstein. Einige Stellen, besonders die abschüssigen ab der Röti, erforderten wegen des glitschigen Terrains grosse Aufmerksamkeit. Zum Glück ging alles gut. Als erste Frau und Gesamtzwölfte konnte ich in 1: 09:15 die Ziellinie überqueren. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierte betrug über 7 Minuten. Mit dieser Zeit bin ich äusserst zufrieden. Obwohl ich dieses Jahr fast kein Bergtraining absolviert habe (was ich heute in der ersten Rennhälfte zu spüren bekam) lief es mir vor allem in der zweiten Rennhälfte sehr gut und ich konnte ziemlich locker laufen. Ganz toll fand ich die Unterstützung der Zuschauer auf der ganzen Strecke und im Zielbereich. Solche Anfeuerungsrufe erfreuen jedes Läuferherz. Herzlichen Dank!
Ebenfalls möchte ich dem ganzen OK und allen Helfern/Helferinnen des Weissensteinlaufes mein Lob aussprechen. Dieser Lauf ist von A bis Z einfach super organisiert. Das abtretende OK hat noch einmal ganze Arbeit geleistet. Ich freue mich jedes Jahr wieder, fast vor meiner Haustüre an einem so tollen Lauf starten zu können.
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15. August 2010
Ein weiterer Saisonhöhepunkt, die Berglauf-WM in Slowenien, rückt mit Riesenschritten heran. Ich bin dabei, die letzten Trainingsvorbereitungen in die Tat umzusetzen. Dazu ist auch ein Berglauf als Formtest geplant. An sich hätte mir der Belchenberglauf vom letzten Wochenende diese Möglichkeit geboten. Da ich mich aber im letzten Jahr bei ähnlich nassen Verhältnissen in einem abschüssigen Teil der Strecke leicht verletzte, wollte ich kein Risiko eingehen und verzichtete schweren Herzens auf einen Start. In nächster Zeit wird sich aber bestimmt noch eine andere Gelegenheit für einen letzten Formtest ergeben. Kamnik wird für mich eine grosse Herausforderung sein. Dieses Jahr habe ich mein Training wegen Barcelona eher auf die Bahn ausgerichtet, so dass man nicht von einer optimalen Vorbereitung auf die Berglauf-WM sprechen kann. Trotzdem werde ich mich bemühen, ein möglichst gutes Resultat herauslaufen zu können.
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30. Juli 2010
Im Final über 10’000 m an den Europameisterschaften in Barcelona belegte ich in 33:37.89 Min. den guten 11. Schlussrang unter 18 startenden Läuferinnen. Mit dieser Platzierung darf ich sehr zufrieden sein. Denn das Rennen war sehr schwierig, was man an den vielen Ausfällen erkennen kann, darunter auch Top-Favoritinnen. Ich erlebte den Rennverlauf folgendermassen: Nach dem Startschuss hatte ich das Gefühl, das Tempo sei nicht sehr schnell (habe mich aber getäuscht) und ich konnte die ersten Runden bei der Spitze mithalten. Dann aber wurde das Tempo etwas angezogen. Es bildeten sich sofort zwei Gruppen. Ich gehörte zur zweiten. Als sich später weitere Untergruppen bildeten, verlor ich den Anschluss und war somit auf mich alleine gestellt. Ich merkte sofort, dass ich langsamer wurde, da mir eine Tempomacherin fehlte. Diese zirka 6 einsamen Runden waren sehr schwierig. Ich wäre gut im Stande gewesen, schneller zu laufen, doch meine fehlende Bahnerfahrung liess es nicht zu. Glücklicherweise kam später die bulgarische Läuferin von hinten, an welche ich mich sofort anschliessen konnte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber genau, dass es für eine PB nicht mehr reichen würde. Nun wollte ich das Rennen bei diesem wieder schnelleren Tempo einfach durchziehen. Es klappte. Überglücklich überquerte ich als 11. Läuferin die Ziellinie.
Dieses Rennen war für mich eine neue, ganz gute und tolle Erfahrung. Ich durfte miterleben, wie es an der grössten europäischen Meisterschaft zu und her geht. Es war ein Riesenerlebnis, in einem so grossen Stadion mit tausenden von Zuschauern, unzähligen Medien und allen strengen Kontrollen zu starten. Im Gegensatz zum Berglauf werden hier “ganz andere Brötchen gebacken”.
Neben den Europameisterschaften genoss ich auch die sehr eindrucksvolle und schöne Stadt und den Strand Barcelonas. Ich sah zwar nur einen kleinen Teil von Barcelona, jedoch darf ich feststellen: Diese Stadt ist eine Reise wert!
Im Anschluss an meinen Lauf durfte ich viele positive Reaktionen entgegennehmen. Ich möchte mich bei allen für die zahlreichen SMS, Mails und Telefonate mit den Glückwünschen und Gratulationen herzlich bedanken! Ein besonderer Dank geht ans ganze Schweizerteam, speziell an Fritz Schmocker. Ich danke auch meinen angereisten Fans, meiner Familie und meinem Coach Jörg Hafner für die tolle Unterstützung. All das hat mir riesig geholfen.
Link zu den Resultaten
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24. Juli 2010
Morgen Sonntag beginnt mein Abenteuer EM Barcelona. Ich werde mit einem Grossteil des Schweizer Teams in die katalanische Hauptstadt abfliegen. Wir werden dort die letzten Vorbereitungen auf unsere Einsätze durchführen. Am Montagabend wird die Eröffnungsfeier stattfinden. Am Dienstag beginnen dann die Wettkämpfe. Mein Einsatz steht am Mittwochabend um 21.00 Uhr an. Es wird bestimmt kein einfaches Rennen werden, denn alle europäischen Spitzenläuferinnen, die ausschliesslich Bahn laufen, werden am Start sein. Mein Ziel ist es, ein für mich optimales Rennen auf die Bahn zu legen. Was dabei herauskommt, werden wir sehen. Jedenfalls schraube ich meine Erwartungen nicht zu hoch, bei den Zeiten, die andere Läuferinnen dieses Jahr schon erreicht haben. Ich freue mich einfach, dabei sein zu dürfen. Leider ist die Berichterstattung des Schweizer Fernsehens über die EM sehr bescheiden. Abgesehen vom Männermarathon, werden sie nichts direkt übertragen. Wahrscheinlich haben sie ihr Budget anlässlich der Fussball-WM überstrapaziert, so dass jetzt praktisch kein Geld mehr für die Leichtathletik da ist. Aber man kann die Wettbewerbe trotzdem live verfolgen, abwechselnd auf ARD oder ZDF. Das 10000m-Rennen der Damen läuft am Mittwoch um 21.00 Uhr am ZDF. Hoffentlich geht alles gut, drückt mir bitte die Daumen!
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20. Juli 2010
Am letzten Samstagabend startete ich bei sehr warmen Verhältnissen (28 Grad) an der 5000 Meter – SM im Stadion Cornaredo in Lugano. Im Fokus dieses Rennens stand Mirja Jenni, die sich das EM-Ticket über 5000 Meter für Barcelona sichern wollte. Deshalb sorgte Sabine Fischer (EM-Teilnehmerin Barcelona über 5000 Meter) für sie zu Beginn des Rennens für Tempo. Diesem hohen Rhythmus konnten nur wenige Läuferinnen folgen. Mir gelang es recht gut dranzubleiben. Bald merkte ich auch, dass für mich sogar ein höherer Rhythmus möglich war. Deshalb verschärfte ich ab Runde 7 das Tempo und übernahm die Spitze. Etwas später beendete Sabine das Rennen vorzeitig und leider vermochte mir Mirja nicht mehr zu folgen. Sie verpasste deshalb auch die Limite für Barcelona. Schade!
Schlussendlich sicherte ich mir den Schweizermeistertitel mit einer Zeit von 16 Minuten 30 Sekunden und einem Vorsprung von 11 Sekunden auf Mirja Jenni. Ich hatte mir zwar eine gute Platzierung erhofft, aber mit diesem Titel hatte ich nicht gerechnet. Deshalb freute mich dieser Sieg umso mehr. Zur Feier des Tages gingen wir dann noch fein italienisch essen.
Abschliessend darf ich feststellen: die Form stimmt, Barcelona kann kommen.
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11. Juli 2010
Bei sommerlichen Temperaturen startete ich heute Morgen bei der Berglauf-SM am Rochers-de-Naye. Der Parcours führte zuerst eher sanft bergan, dann folgten die letzten 3 steil ansteigenden Kilometer. Mit von Partie war auch die 15-fache OL-Weltmeisterin Simone Niggli-Luder. Da ich wusste, dass sie am Berg auch sehr stark läuft, begenete ich ihrer Präsenz mit Respekt. Ich schlug von Beginn weg ein ziemlich schnelles Tempo an, um meine Konkurrentinnen in Schach zu halten. Schon bald merkte ich, dass meine Beine heute gut mitmachen würden. So konnte ich mich einem kleinen Männerfeld anschliessen. Da die ersten fünf Kilometer nicht all zu steil waren, konnte ich sogar die tolle Aussicht auf den Genfersee geniessen. Ab Kilometer fünf nahm die Steigung immer mehr zu, was mir heute aber besonders gut gefiel. Mit Erleichterung stellte ich auch fest, dass ich einen beträchtlichen Vorsprung auf meine Konkurrentinnen hatte herausholen können. Von jetzt an orientierte ich mich vollends an der Männerkonkurrenz und lief meinen eigenen Rhythmus. Sogar der letzte ganz steil ansteigende Abschnitt der Strecke bereitete mir nicht allzu grosse Probleme. Bei der Zielankunft war meine Genugtuung gross, denn ich hatte mein Ziel, den fünften Schweizermeistertitel in Serie zu erreichen, in die Tat umsetzen können. Ein wirklich schönes Gefühl!
Resultate unter: http://services.datasport.com/2010/lauf/montreux/
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9. Juli 2010
Am nächsten Sonntag (11. 7. 10) findet in Montreux der Berglauf auf den Les-Rochers-De-Naye statt. Dieser Berglauf ist sogleich auch die Schweizermeisterschaft. ® www.montreuxlesrochersdenaye.ch
Obwohl ich dieses Jahr erst einen Berglauf bestritten habe und mich jetzt vor allem auf die EM in Barcelona konzentriere, möchte ich am Sonntag meinen Schweizermeistertitel im Berglauf zum fünften Mal gewinnen.
Meine Kategorie wird um 9. 30 Uhr von Caux aus starten und eine 9.5 Kilometer lange Strecke mit 930 Metern Höhendifferenz unter die Füsse nehmen. Ich hoffe, trotz sommerlicher Temperaturen, auf ein gutes Rennen.
Drückt mir bitte alle die Daumen!
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14. Juni 2010
Gestern Sonntag startete um 11.30 Uhr die Elite beim Frauenlauf in Bern. Zu Beginn des Rennens schlug ich ein sehr hohes Tempo an, musste dies aber aufgrund von Magenkrämpfen nach 1,5 Kilometern etwas drosseln. Folglich wurde ich von Aniko Kalovics (Ungarn), Sabine Fischer (Schweiz) und Tsige Worku (Äthiopien) überholt. Ich lief dann hinter den drei mein eigenes Tempo, dicht gefolgt von Mirja Jenni. Auf dem letzten Kilometer konnte ich noch etwas beschleunigen. Beinahe hätte ich dabei Worku Tsige einholen können. Schliesslich kam ich als Gesamtvierte und zweitbeste Schweizerin ins Ziel. Mit meinem Rennen bin ich überaus zufrieden. Meine Zeit zeigt mir, dass ich trotz reduziertem Lauftraining vorne mithalten kann. Das stimmt mich zuversichtlich im Hinblick auf Barcelona.
Resultate: http://services.datasport.com/2010/lauf/frauenlauf/
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9. Juni 2010
Letzte Woche verspürte ich noch leichte Schmerzen an der linken Ferse. Eine genauere Abklärung bei einem Spezialisten ergab den Befund, dass ich an einer chronischen Entzündung der langen Beugersehne zur Grosszehe leide. Der Spezialiste meinte, man könnte dies opertiv beheben. In Hinblick auf Barcelona gab er mir aber ein entzündungshemmendes Medikament. Zudem reduzierte ich mein Lauftraining auf ein Minimum, um die Entzündung möglichst rasch in den Griff zu bekommen. Tatsächlich konnte ich diese Woche, nach zweiwöchiger Laufpause, zum ersten Mal wieder ein schmerzfreies Lauftraining absolvieren.
Da am nächsten Samstag der Frauenlauf stattfindet und das Rennen nicht all zu lange ist (5km), habe ich mich entschieden, an dieser tollen Laufveranstaltung zu starten. Ich erhoffe mir dabei, dass ich durch dieses Rennen wieder eine gewisse Sicherheit und Zuversicht bekomme.
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20. Mai 2010
Schon seit längerer Zeit plagen mich nach grösseren Laufbelastungen Schmerzen an der linken Ferse. Nach meinem erfolgreichen Qualifikationslauf an den deutschen Meisterschaften zeigten sich diese Schmerzen etwas stärker als gewöhnlich. Darum habe ich eine zweiwöchige Laufpause eingelegt und eine medizinische Abklärung des Fusses durchführen lassen. Die MRI -Untersuchung zeigte glücklicherweise weder eine Stressfraktur noch irgend etwas anderes. Ich verspüre aber immer noch leichte Schmerzen. Zudem möchte ich im Hinblick auf Barcelona keine Risiken eingehen. Schweren Herzens habe ich mich entschieden, den GP nicht zu laufen.
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