Frauenlauf Bern

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Fotos: Beat Strähl und Hugo Rey (Laufplausch)

Nach 2 gesundheitlich turbulenten Wochen (Nierenstein mit starken Koliken) lief ich am Sonntag am Frauenlauf über die 5 Kilometer ein taktisch kluges Rennen und wurde in einem stark besetzten Elitenfeld Gesamtvierte und somit 2. Schweizerin hinter Mittelstreckenläuferin Fabienne Schlumpf. Als Marathonläuferin bin ich insgesamt zufrieden mit dem Schnelligkeitstest und ich hatte ein sehr gutes Laufgefühl. Jedoch habe ich im Schlussspurt gelauert und verpasste den 3. Rang um eine zehntels Sekunde und Platz zwei um 8 zehntels Sekunden😬😬😬. Wie mit meinem Trainer Fritz abgemacht, sorgte ich einmal nicht für das Tempo und hielt mich schön zurück. Das ist mir wirklich gut gelungen, obwohl die ersten 3 Kilometer schon sehr langsam waren. Erst ganz am Schluss, als es um Platz 2-4 ging setzte ich nach dem Zurufen meines Trainers zum Schlussspurt gegen die Französin an. Auch das ist mir gut gelungen. Ich war mir aber zu sicher, dass es reichen würde und zog auf den letzten 2 Metern nicht ganz durch….1/10 Sekunde, Podestplatz verpasst! Ein Schönheitsfehler, der mir hoffentlich nie mehr passiert😇. Ein grosses Dankeschön geht an die Organisation des Frauenlaufes, an meinen Trainer, an meine Eltern, an meinen Masseur, an meinen Sportarzt und an alle, die mich am Sonntag unterstützt haben.
Der Fahrplan für London stimmt und ich werde am Sonntag noch als letztes wettkampfmässiges Training den Aletsch Halbmarathon auf der Bettmeralp laufen.

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2. Gesamtrang am GP von Bern

BERN, 13MAI17 - Stadtbesichtigung mal anders: Baerengraben, Nydeggbruecke, Zytglogge, Bundeshaus, Muenster - die '10 schoensten Meilen der Welt' fuehren die Laeuferinnen und Laeufer an den wichtigsten Berner Sehenswuerdigkeiten vorbei. Impression vom 36. Grand-Prix von Bern am 13. Mai 2017. Impression of the 36th Grand Prix of Bern, a popular race through the old town of Bern, Switzerland, May 13, 2017. More than 33 000 runners take part in the GP Bern 2017. swiss-image.ch/Photo Michael Buholzer
BERN, 13MAI17 – Stadtbesichtigung mal anders: Baerengraben, Nydeggbruecke, Zytglogge, Bundeshaus, Muenster – die ’10 schoensten Meilen der Welt‘ fuehren die Laeuferinnen und Laeufer an den wichtigsten Berner Sehenswuerdigkeiten vorbei. Impression vom 36. Grand-Prix von Bern am 13. Mai 2017.
Impression of the 36th Grand Prix of Bern, a popular race through the old town of Bern, Switzerland, May 13, 2017. More than 33 000 runners take part in the GP Bern 2017.
swiss-image.ch/Photo Michael Buholzer

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Fast 13 von 16 Kilometer laufe ich als 1. Schweizerin mit der Ukrainerin und der Äthioperin Helene Bekele zuvorderst an der Front am GP von Bern. Die Strassen sind überfüllt mit tausenden von Zuschauern. Die Stimmung ist grandios und das Gefühl unbeschreiblich.
Mehrheitlich sorge ich für einen hohen Rhythmus. Die ersten 10km fühle ich mich sehr gut, laufe aber relativ am Limit. Ab dem 10km wirds hart und die letzten 3km sind sehr hart und wollen nicht mehr enden. Erst dort kann ich der Ukrainerin nicht mehr ganz folgen, laufe aber als zweite vor der Äthiopierin Helene Bekele welche in den letzten Jahren einige Läufe in der Schweiz dominiert hat.
Nach 57 Minuten und 8 Sekunden erreiche ich als Gesamtzweite das Ziel. Nur 36 Männder von 10000 sind schneller gewesen:-). Ich bin erschöpft und superhappy zugleich. Einen Sieg wäre natürlich das Tüpfchen auf dem i gewesen, aber ich habe ein sehr starkes Rennen gezeigt und habe alles gegeben. Die Zeit ist sehr gut obwohl ich 5 Sekunden über meiner Pb bin. Jedoch sind alle Läufer generell etwas langsamer was an den schwülwarmen Bedingungen zugeschrieben wird. Mein Trainer und ich schätzen mein Resultat höher ein als im letzten Jahr.
Ich bedanke mich herzlich bei meinem Trainer Fritz für die professionelle Betreuung, bei meinem Vater der als Fotograf unterwegs war, bei meinen Fans die mich lauthals angefeuert und unterstützt haben und bei der ganzen Orgsnisation des GP von Bern.

Eine traurige Mitteilung

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Die Leitung meines Fanclubs und ich haben die traurige Pflicht, euch über den unerwarteten Tod eines ganz tollen Menschen und unseres sehr geschätzten Präsidenten des Fanclubs, Ruedi Remund, zu orientieren. Ruedi Remund wurde in den letzten Jahren zu einem guten Freund meiner Familie und mir. Ruedi war immer fröhlich, aufgestellt und positiv denkend. Das hat mich besonders beeindruckt an ihm. Ruedi lief oft neben mir auf dem Laufband wenn ich meine harten Trainings absolviert habe. Er sprach mir immer positiv zu.
Am vergangenen Samstag erlitt er einen Aortariss. Trotz einer Notoperation im Inselspital Bern konnte sein Leben leider nicht mehr gerettet werden. Wir verlieren mit Ruedi einen umsichtigen, fröhlichen, liebenswerten Menschen. Ruedi, deine Hilfsbereitschaft und deine grosse Freundschaft wird uns sehr fehlen!
Wir sind überaus traurig und sprechen seiner Frau Trudi unser herzliches Beileid aus. Wir wünschen Trudi auch viel Kraft und neuen Mut für die anstehende schwierige Trauerzeit.