Die Krönung der Saison

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Thuner Tagblatt

Solothurner Zeitung

Der Bund

Sportaktuell

Rangliste

Gut erholt vom EM Marathon und beschwerdenfrei stand ich am Samstag vor einer Woche mit fast 5000 Läufer und Läuferinnen am Start des Jungfraumarathons. 42 Kilometer und fast 2000 Höhenmeter standen uns bevor.
Ein Sieg und persönliche Bestzeit haben wir als realistische Ziel dieses Tages definiert. Für den Streckenrekord auf der neuen Strecke (seit 2017) der von Maude Mathys (aktuelle Vizewelt- und Europameisterin im Berglauf) gehalten wird, wird es wohl einen Monat nach dem EM-Marathon nicht reichen.

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Der Startschuss erfolgte um 8.30 Uhr.
Die ersten 5 Kilometer lief ich in der 18 köpfigen Spitzengruppe der Männer mit.
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Nach 5 Kilometern musste ich aber meinen eigenen Rhythmus gehen, denn das Tempo der Männerspitzengruppe war mir zu hoch. Nur ein Mann war noch mit mir unterwegs. Er musste leider bald abreissen lassen und ich war ganz alleine unterwegs. Die erste kleine Krise kam schon bald. Ich habe mich geärgert, 35 Kilometer ganz alleine rennen zu müssen. Ich versuchte alle negativen Gedanken zu verdrängen und dachte an mein 15köpfiges Betreuungsteam auf der Strecke. Mein Trainer Fritz verpflegte mich alle 3-5 Kilometer mit dem Fahrrad und er redete mir immer wieder gut zu. Ebenfalls standen untendurch 3 weitere Personen aus meinem Betreuungsteam im Einsatz. Auf den ersten 25 Kilometer (300Hm) musste ich immer wieder der „inner Schweinehund“ überwinden.
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Die Zwischenzeit wurde beim Halbmarathon angezeigt. Diese war schnell und ich wusste, dass ich gut unterwegs war. Bei Kilometer 25 in Lauterbrunnen ging es dann endlich berghoch in Richtung Wengen. Ich war froh darüber und freute mich auch hier alle 2-3 Kilometer von meinem Betreuungsteam mein Fläschlein mit einem Energiegetränk gereicht zu bekommen.
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Schon bald überholte ich ein paar Männer der Spitzengruppe und lief plötzlich nur noch hinter 9 Männer. Das motivierte mich zusätzlich.
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Es war zwar noch weit bis ins Ziel, doch mit jedem Schritt war ich dem Ziel näher. Die Beine waren bis am Schluss gut und körperlich war ich nie ganz am Limit.
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INTERLAKEN, 8SEP18 - Die Schweizerin Maritn Straehl auf dem (seilen) Weg zum Sieg auf der KLeinen Scheidegg  anlaesslich des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Bergstrecke in Fuehrung. Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018. swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Die Schweizerin Maritn Straehl auf dem (seilen) Weg zum Sieg auf der KLeinen Scheidegg anlaesslich des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Bergstrecke in Fuehrung.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

Überglücklich überquerte ich als Siegerin mit 15 Minuten Vorsprung auf die zweite Dame und hinter nur 9 Männer die Ziellinie. Mit meiner Zeit von 3:14:28 habe ich meine Bestzeit um gut 5 Minuten unterboten. Für den Streckenrekord fehlten nur 100 Sekunden. Jedoch kann ich meine jetzige Zeit nur bedingt mit meiner Zeit von vor zwei Jahren vergleichen. Denn die Streckenführung, auf der Maude den Streckenrekord lief, wurde 2017 verändert und entspricht ziemlich genau der Originalmarathondistanz. So war auch anzunehmen, dass ich etwas schneller sein würde als im 2016.

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INTERLAKEN, 8SEP18 - Martina Straehl (Schweiz) gewinnt den 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg. Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.  swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 – Martina Straehl (Schweiz) gewinnt den 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Andy Mettler
INTERLAKEN, 8SEP18 - Blumen fuer die Siegerinnen: Die Erste Martina Straehl (M, Schweiz), die Zweite Michelle Maier (L, Deutschland) und die Dritte Michela Segalada (R, Schweiz) freuen sich ueber ihren Erfolg. Impression von der 'Flower Ceremony' des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg. Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018. swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger
INTERLAKEN, 8SEP18 – Blumen fuer die Siegerinnen: Die Erste Martina Straehl (M, Schweiz), die Zweite Michelle Maier (L, Deutschland) und die Dritte Michela Segalada (R, Schweiz) freuen sich ueber ihren Erfolg. Impression von der ‚Flower Ceremony‘ des 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger

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Mit 3:14 bin ich eine Top Zeit gelaufen. Die zweitaschnellste Zeit denn je. Ich habe aber gemerkt, dass ich vom Kopf her vom Berlin Marathon noch nicht vollständig erholt war. Mental war ich total am Limit, körperlich aber nicht. Der nötige Biss und Wille 42 Kilometer voll am Limit zu laufen hat gefehlt. Ich genügte mich relativ schnell einfach mit dem Sieg und nicht mit einer Rekordzeit. Ich bin überzeugt, dass ich unter optimalen Bedingungen noch 2-3 Minuten schneller laufen kann. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich einen Mentaltrainer bräuchte, da bin ich bestens ausgestattet und normalerweise bin ich ja mental sehr stark. Es lag einzig daran, dass ich 2 Marathons in einem Monat gelaufen bin.
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Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem ganzen Betreuungsteam bedanken: Insbesondere bei meinem Trainer Fritz der einmal mehr grossartiges geleistet hat. Aber auch bei meinen Eltern die mich immer und überall unterstützen. Ein grosses Dankeschön gilt meinem Bruder Philipp, Darinka, Anna, Maria, Jürg, Hansueli, Marc, Sophie, Daniela, Marion, Theo, Bea und Charlotte. Ihr wart weltklasse:-)
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Ein herzliches Dankeschön gilt der ganzen Organisation des Jungfraumarahons…das war echt spitze. Danke dem Victoria Jungfrau für die zuvorkommene und grosszügige Behandlung (90min Wellnessmassage etc.).
Danke meinem Medical Team (Massage, Physio…). Danke den vielen Fans und Zuschauer und ein grosses Dankeschön die zahlreichen Nachrichten die ich erhalten habe.
Meine 4-6 wöchige Laufpause ist jetzt am Laufen🤗

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INTERLAKEN, 8SEP18 - Martina Straehl (Schweiz) gewinnt den 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg. Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.  swiss-image.ch/Photo Andy Mettler INTERLAKEN, 8SEP18 – Martina Straehl (Schweiz) gewinnt den 26. Jungfrau-Marathon am 8. September 2018 auf der Kleinen Scheidegg.
Impression of the 26th Jungfrau Marathon in Interlaken, Switzerland, September 8, 2018.
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Rang 7 am EM-Marathon in 2:28:07 (pB)

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Es ist vollbracht: Mit 2:28:07 persönliche Bestzeit und Rang 7 im starken Frauenfeld des EM-Marathons in Berlin und Rang 5 im Team. Das bedeutet zudem beste je gelaufene Zeit einer Schweizerin in einem reinen Damenrennen und Rang drei auf der Allzeitbestenliste. Leider hatte ich in Berlin aber nicht mehr ganz die Form vom Frühjahr. Mit der wäre ich sehr wahrscheinlich ganz vorne mitgelaufen, denn auf die Siegerin (Olympiafünfte) verlor ich nur 1.5 Minuten. Nach dem GP hatte ich mehrere Rückschläge zu verkraften und ich konnte keine wirkliche Marathonvorbereitung machen. Zuerst fiel ich in einen Erschöpfungszustand und konnte 5-6 Wochen nicht mehr belasten. Zudem hatte leichte Rücken/Beckenbeschwerden. Als sich das wieder einpendelte konnte ich drei Wochen gut trainieren, doch schon folgte die Entzündung am Fuss😬. Trotz dieser nicht optimalen Vorbereitung haben wir das Ziel „Top 8“ erreicht mit einer super Zeit. Diese Basis haben wir im Winter und Frühling mit Trainings höchster Qualität gelegt.
Das gehört zu den wertvollsten Resultaten meiner Karriere und ich sehe noch deutlich Luft nach oben. Im Rennen selber sorgte ich über 25 Kilometer für das Tempo an der Spitze bis ich dann ganz wenig abreissen lassen musste. Ich wurde nicht langsamer, sondern lief meinen Rhythmus in der Viererverfolgergruppe zweihundert Meter hinter den drei führenden Damen weiter. Ohne Uhr lief ich so regelmässig wie eine Uhr (Hm: 1:14:00/ Ziel: 2:28:07)! Die letzte Runde war die härteste, das Ziel aber am nächsten und somit musste ich nur noch durchbeissen. Die Gefühle beim Zieleinlauf waren unbeschreiblich und ich war total überwältigt. Auch die Stimmung unterwegs war absolut der Hammer. Tausende jubelnde Leute und ganz viele Schweizerfans. Ihr wart einfach genial.
Auf diesen Tag habe ich mit meinem Trainer fast ein Jahr intensiv hingearbeitet. Es war ein langer, intensiver, aber auch sehr schöner Weg. Ich bekam nicht einfach einen auszuführenden Trainingsplan. Mein Training wurde täglich angeschaut, diskutiert, abgesprochen, angepasst und es wurde auf mein Körperbefinden und auf meine Bedürfnisse eingegangen. Ich möchte mich bei Fritz für seine professionelle und auf den Athleten eingehende Arbeit ganz herzlich bedanken. Meine Eltern haben mich ebenfalls auf diesem Weg ganz intensiv unterstützt und halfen mir wo sie konnten (Admin/Verpflegung/Fotos usw.). Herzlichen Dank für alles. Ein grosses Dankeschön geht auch an Swiss Athletics mit dem ganzen Betreuungsteam in Berlin. Merci auch meinen Teamkolleginnen, zusammen liefen wir auf den tollen fünften Rang🇨🇭🇨🇭🇨🇭.
Ich möchte mich jetzt bei allen anderen bedanken die mich irgend auf eine Art und Weise unterstützt haben: Meine ganze Familie, meine Engsten und Freunde, mein Physio- und Massageteam, mein Sportarzt, mein Ausrüster Asics, meine Sponsoren, dem ganzen Fanclub, meinem Verein LV Langenthal allen Fans in Berlin und in der Schweiz, Victor Röthlin für das Kommentieren des Marathons im Fernsehen (so viele Feedbacks im Bezug auf den Marathon auf SRF 1 habe ich noch nie gekriegt. Die halbe Schweiz hat vor dem TV mitgefiebert😉). Alle die ich jetzt vergessen habe, denen gilt ein besonderes Dankeschön😊.

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Leichtathletik EM Berlin-Aktuelle Situation

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Eine Marathonvorbereitung ist wunderschön, aber es ist auch immer eine Gratwanderung. Nicht ganz plangemäss konnte ich nach dem GP-Rekordlauf ins Training einsteigen. Doch in den letzten Wochen lief das Training wieder sehr gut und mit dem Ägeriseelauf blickte ich zuversichtlich der EM entgegen. Leider wurde ich vor einer Woche gebremst. Der linke Fuss schmerzte plötzlich und mein Sportarzt organisierte sofort ein MRI: Entzündung an der grossen Sehne die von der Ferse in den grossen Zehen zieht!! Im Moment habe ich Intensivtherapie und ich bin den Fuss am Schonen. Die Schmerzen sind teilweise noch da. Doch wir geben nicht auch. Auf dieses Ziel haben wir fast ein Jahr hingearbeitet. Aus medizinischer Sicht ist ein Start möglich da nichts kaputt gehen kann. Doch wie laufe ich so 42 Kilometer? Habe ich noch Schmerzen oder kriegen wir die Entzündung noch in den Griff? Darauf gibt es heute keine Antworten. Wir werden es am Sonntag sehen. Ich bin optimistisch und gebe erst auf wenn der Körper nein sagt. In diesem Sinne….Berlin wir kommen☺️

Letzter Formtest beim Aegeriseelauf

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Was für ein hartes aber wunderschönes Rennen das gestern war: Beim letzten EM Vorbereitungsrennen vor Berlin durfte ich einen Sieg mit Streckenrekord feiern. Die 14 Kilometer rund um den Aegerisee absolvierte ich im 3.19 Schnitt. Ich hätte mir aber ein besseres Laufgefühl gewünscht. Es lief etwas harzig und ich vermisste das Fliegegefühl. Das lockere Laufgefühl kommt dann aber hoffentlich am 12. August in Berlin😊 #diemedizinischeMassagepraxis(Marc Heiniger) #faszientherapiemarcheiniger #asics #implenia

BerichtSwissRunning

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Mit Oliver Rubén, der mir lange das Tempo gemacht hat (hat sich so ergeben):
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